Schwerer Verkehrsunfall auf der B 80

Am Freitag, 26. Juni 2009 kam es um 09.05 Uhr zu einem tödlichen Verkehrsunfall auf der B 80, Abzweig Nord, Ortseingang Witzenhausen. Ein 85-jähriger aus Witzenhausen - Wendershausen fuhr mit seinem Pkw (Audi A 3) an der Abfahrt Nord in die B 80 und übersah dabei wohl einen stadtauswärts fahrenden vorfahrtsberechtigten Lkw-Kipper mit Anhänger. Es kam zu einem folgenschweren Zusammenstoß beider Fahrzeuge im Kreuzungsbereich. Der Pkw wurde voll auf der Fahrerseite erfasst und durch die Aufprallwucht auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Der Lkw kam nach dem Zusammenstoß von der Fahrbahn ab und „flog“ über eine 2 m Böschung hinab in ein Getreidefeld, wo er erst nach 30 Metern zum Stehen kam.
Pkw - Fahrer tot und eingeklemmt!Der 85-jährige Pkw-Fahrer war in seinem Auto schwerst eingeklemmt und verstarb noch in seinem Auto.
Die mit 4 Fahrzeugen (ELW 1, LF 16/12, RW 1 und FLF) angerückte Stützpunktwehr Witzenhausen konnte unter Vornahme von hydraulischen Rettungsgeräten (Spreizer, Schere und Zylindern) nach ca. 40 Minuten die Bergung des Opfers abschließen. Um an das Opfer heran zu kommen musste das Dach und die Fahrertür entfernt werden.
Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.
Der 46-jährige Lkw-Fahrer wurde vom Rettungsdienst des DRK mit einem Schock in das Witzenhäuser Krankenhaus zur ambulanten Behandlung gebracht.

Zur großräumigen Absicherung der Unfallstellte und Umleitung des Verkehrs waren insgesamt 5 Polizeistreifenwagen und eine Motorradstreife im Einsatz. Über die Rundfunksender hr3 und ffh war die Vollsperrung der B 80 bis in die Mittagszeit bekannt gegeben.

Weiterhin waren die Straßenmeisterei, ein Notfallseelsorger und ein Sachverständiger vor Ort im Einsatz.
Der Gesamtschaden wird auf ca. 30 bis 40.000 € geschätzt.

Feuerwehrmann verletzt!
Leider verletzte sich bei diesem Einsatz ein Feuerwehrkamerad. Er musste zur Behandlung von einem zusätzlich alarmierten Rettungswagen ins Witzenhäuser Krankenhaus gebracht werden.
Aufgrund der (nur) 12 eingesetzten Feuerwehrkräfte, waren alle im direkten Einsatzgeschehen eingebunden. Bei solch schweren Verkehrsunfällen bedeutet dies für alle Einsatzkräfte nicht nur körperlich schwere Arbeit sondern auch eine große seelische Belastung während des Einsatzes und im Anschluss daran. Um die Bilder und Eindrücke zu verarbeiten, führen die Feuerwehrkameraden im Anschluss nach derartigen Einsätzen „Einsatzgespräche“ zur emotionalen Aufarbeitung durch. Hierbei leisten die Notfallseelsorger oftmals gute und von den Feuerwehrkameraden gewünschte Unterstützung.(W. Kreßner)

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