Gegen 8.45 Uhr waren Feuerwehr und Polizei alarmiert worden. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Mann, der aus dem Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil Hilgershausen stammt, in eine Vollgatter-Säge geraten. Dabei erlitt er so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unglücksstelle starb.
Wie es zu dem Unfall kam, blieb gestern unklar. Die Kriminalpolizei Eschwege und das Amt für Arbeitsschutz beim Regierungspräsidium haben die Ermittlungen aufgenommen.
„Wir wurden alarmiert, weil eine Person eingeklemmt war“, sagte Witzenhausens Stadtbrandinspektor Hans-Heinz Staude, der mit Einsatzkräften der Witzenhäuser und der Ermschwerder Wehr vor Ort war. An der Unglücksstelle sei aber sofort klar gewesen, dass der Arbeiter keine Überlebenschancen hatte.
Die Bergung des Leichnams aus der Maschine gestaltete sich schwierig. Zunächst untersuchten Beamte der Kriminalpolizei und des Amtes für Arbeitsschutz den Unfallort. Etwa vier Stunden nach dem Unglück wurde der Leichnam geborgen und nach Kassel gebracht. Dort soll er im Laufe des Mittwochs obduziert werden.
Die schockierten 14 Beschäftigten, die am Morgen in dem Betrieb arbeiteten, hatten keine Erklärung für den Unfall. Sie wurden ebenso wie die herbeigeeilten Angehörigen des Getöteten in einem Raum der Firma von Pfarrer Gerhard Hahn und Dekanin Ulrike Laakmann seelsorgerisch betreut. Später kam die Schnelle Einsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes mit acht weiteren Betreuern hinzu.
Das 45-jährige Opfer arbeitete nach Angaben der Rettungskräfte vor Ort bereits seit 29 Jahren in dem Betrieb. An der Vollgatter-Säge sei er auch seit vielen Jahren tätig gewesen und einer der erfahrensten Mitarbeiter des Betriebs. (Text/Bilder HNA)
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