Aus noch ungeklärter Ursache war die Lok auf der Bahnstrecke Eichenberg-Eschwege zwischen Eichenberg-Bahnhof und Bebenroth-Tunnel in Brand geraten. Ausgebrannt wurde sie nach den Löscharbeiten in den Bahnhof Eichenberg geschleppt, berichtete die Bundespolizei in Kassel. Die Schadenshöhe wurde noch nicht mitgeteilt. Verletzt wurde niemand.
Die Feuerwehren aus der Gemeinde Neu-Eichenberg, von Witzenhausen und Unterrieden sowie Bad Sooden-Allendorf waren mit 56 Kräften vor Ort. Nach 20 Minuten sei das Feuer unter Kontrolle gewesen, berichtete Neu-Eichenbergs Gemeindebrandinspektor Frank Burhenne, der den Einsatz leitete.
Die Flammen in dem Fahrerstand und einem Turbinenraum seien mit Schaum und Wasser bekämpft worden. Erste Äste in zehn Meter Entfernung hätten bei einer anderen Windrichtung Feuer fangen können, schilderte Burhenne, dass dann die Gefahr eines Waldbrandes beanstanden hätte - insbesondere aufgrund der derzeitigen Trockenheit.
Sicherheitshalber waren mehrere Großtanklöschfahrzeuge mit Wasser zur Brandstelle beordert worden und auch schon ein Pendelverkehr für weiteren Wassertransport überlegt worden, worauf dann aber verzichtet werden konnte.
Die Nachlöscharbeiten samt Einsatz der Wärmebildkamera dauerten bis gegen 6 Uhr. Solange war der Bahnverkehr auf der Strecke stillgelegt. Nur die enge Zufahrt über Feld- und Waldwege in das Waldgebiet habe bei der Vielzahl an Fahrzeugen ein paar Probleme bereitet, bilanzierte Burhenne.
Die alte Diesellok der Osthannoverschen Eisenbahn (OHE) war hinter die den Güterzug führenden Elektrolok gekoppelt, sie sollte nach Celle überführt werden. Ende 2004 soll die Maschine in Eschede bereits einmal gebrannt haben.
Am Samstag soll es im Bereich Neu-Eichenberg auch schon einen Schwelbrand in einer Lokomotive gegeben haben.