Wie sich herausstellte, waren in dem für die Mietparteien frei zugänglichen Keller, die dort abgestellten Gegenstände – überwiegend Gerümpel – in Brand geraten. Durch die erhebliche Rauchentwicklung wurde eine Person vorsorglich evakuiert, der Keller konnte durch die Feuerwehren aus Witzenhausen und Hundelshausen nur mit Atemschutz (es wurden 7 Trupps unter PA eingesetzt) betreten werden, um das Feuer mittels Schaumteppich zu löschen.
Zusätzlich musste noch eine Mietwohnung, die sich direkt über den Brandort befindet, gewaltsam geöffnet werden, um die Kellerdecke mit der Wärmebildkamera abzutasten. Der Sachschaden beträgt rund 3.000 Euro.
Unmittelbar vor dem Brand wurde eine Person in blauer Jeans gesehen, die sich im Hinterhof unterhalb der Garagen, in Höhe des späteren
Brandherdes, aufhielt.
Aus dieser Richtung konnten auch "Zischgeräusche", ähnlich eines Silvesterheulers wahrgenommen werden. Kurz darauf wurde die starke
Rauchentwicklung aus dem Keller festgestellt. Eine nähere Personenbeschreibung war nicht möglich. Die Kripo Eschwege bittet daher um weitere sachdienliche Hinweise unter Telefon 05651-9250.

Kopfschüttelnde Helfer
Manchmal arbeitet es sich mit Musik leichter. Manchmal ist ein „musikalischer Beistand“ aber auch einfach nur unangebracht. So geschehen beim Einsatz in der Mühlstraße. Zuerst wurde den Helferinnen und Helfern vor Ort die Arbeit nicht gerade erleichtert: Ein Bewohner des betroffenen Mehrfamilienhauses weigerte sich aus fadenscheinigen Gründen, den Aufforderungen der Polizeibeamten Folge zu leisten und das Haus zu verlassen. Er blieb in seiner Wohnung.
Als der Brand gelöscht war und die Aufräumarbeiten einsetzten, bekamen Beamte und Brandschützer dann noch musikalische Unterstützung, die in Form von Rockmusik lautstark aus dem Obergeschoss des Mehrfamilienhauses drang. Der in seiner Wohnung verbliebene Bewohner des Hauses hatte offensichtlich Lust dazu, mit Hilfe seiner Stereo-Anlage den unaufgeforderten Alleinunterhalter zu spielen.

Dem setzten die kopfschüttelnden Helfer allerdings ein jähes Ende, als sie kurzerhand den Strom des Mietshauses abschalteten. Und siehe da: Der „Freiluft-Muffel“ bemühte sich endlich aus den eigenen vier Wänden, um nach dem rechten zu sehen. Manchmal bedarf es eben außergewöhnlicher Maßnahmen, um außergewöhnliche Menschen zur Vernunft zu bringen. (mts)

MB Media, 23.03.2007

Einsatzbilder

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